Hamburg

 

Eine Überraschung für Iris. An einem Dienstagmorgen, einen Tag nach Nikolaus,  war um 4.15 die Nacht zu Ende. Auf dem Tagesplan stand eine zweitägige Städtereise inclusive des Gastspiels der Kölner Haie gegen die Hamburg Freezers in der freien Hansestadt Hamburg. Lest hier nun alles rund um unseren Ausflug in den Norden.

Der Dienstag:

Nachdem sich Iris ein wenig den Schlaf aus den Augen gerieben hatte ging es mit dem Taxi zum Hauptbahnhof, wo wir gegen 5.00h  Gabi und Hartmut treffen wollten. Wir waren gegen 4.45h am Gleis 10 und warteten auf die S-Bahn zum Konrad - Adenauer Flughafen Köln / Bonn . Aber wo waren Gabi und ihr Mann ??? Die Antwort war schnell gefunden. Ihr Zug hatte einen Triebwerkschaden und verspätete sich um 15 Minuten. Sie haben dann so gerade noch den Anschlusszug gepackt. Wir waren dann gegen 5.30h am Flughafen und haben dort am Schalter von HLX unsere Bordkarten in Empfang genommen. Nachdem wir die Sicherheitskontrollen hinter uns gelassen hatten, haben wir uns noch ein wenig an die Bar gesetzt und um 6.45h ging es dann in die Wolken. Pünktlich um 7.25h sind wir bei Hamburger Schmuddelwetter in der Hansestadt gelandet.

Von dort aus ging es dann mit dem Taxi zum Holiday Inn in der Kaiserstrasse. Das Hotel lag strategisch günstig zwischen der Innenstadt und der Color Line Arena, wo am Abend das Eishockeyspiel sein sollte. Nach einem guten Frühstück im Hotel haben wir uns dann auf den Weg zum Bus gemacht und haben direkt feststellen dürfen, das Hamburger manchmal richtige Sturköpfe sein können. Und das kam so:

Wir waren auf dem Weg zur Bushaltestelle und gingen entspannt nebeneinander auf dem Gehweg. Dabei ragte Hartmuts rechter Ellenbogen ungefähr 10 cm auf den angrenzenden Radweg. Von vorne sahen wir einen etwas älteren Einheimischen auf uns zu radeln, der sein Rad geschickt auf der Grenzlinie zwischen Fuss- und Radweg entlang steuerte. 80% des Radweges ( er fuhr übrigens auf der falschen Strassenseite) waren völlig frei. Aber unser Hamburger Freund hatte das Bedürfnis auf einen echten Bergheimer Jung zu treffen, der genau so stur ist wie unser Hamburger Freund auf dem Rad. Das Unglück war also vorprogrammiert. Im Vorbeifahren blieb der Radfahrer irgendwie an Hartmuts Ellenbogen hängen und kam ins Schlingern und damit aus dem Gleichgewicht. Es gab eine  Knall hinter uns und der gute Mann rutschte auf dem Bauch liegend über den Radweg. Zum Glück war ihm nichts passiert und es kam zu einem ganz kurzen Wortwechsel. Kölsch trifft Platt.

Wir haben anschließend den Bus in die Innenstadt genommen und uns Hamburg angeschaut. Auffallend waren die unzähligen schönen Weihnachtsmärkte der Hansestadt, die am Abend dann in wunderschönen Lichtern glänzten. Habe ich bisher immer gedacht, das es in Köln schöne Märkte gibt, so konnte ich mich hier eines Besseren belehren lassen. Am Vormittag sind wir zunächst ein wenig durch die Innenstadt geschlendert, haben uns die eine oder andere Sehenswürdigkeit wie zum Beispiel die Landungsbrücken angeschaut und sind dann wieder zurück zum Weihnachtsmarkt am Rathaus. Dort haben wir uns dann mit Ingmar, einem Freund aus Hamburg getroffen. Ingmar hatte mir freundlicherweise die Karten für das ausverkaufte Eishockeyspiel am Abend besorgt. Wir haben dann noch in aller Ruhe ein paar Punsch genommen und sind dann langsam zurück in Richtung Hotel. Hier war zunächst einmal für 60 Minuten Augenpflege angesagt. Gegen 17.00h haben wir uns dann auf den Weg zum Spiel gemacht. Die Halle war im Prinzip mit 12.000 Zuschauern ausverkauft und im Oberrang Ost war die kleine Kölner Kolonie. Ungefähr 50 Kölner Fans waren wohl da.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Köln hat verloren und das Spiel hat niemanden so recht vom Hocker gehauen. Ein Abend auf der Reeperbahn wäre lustiger gewesen. Aber wir Vier hatten unseren Spass auch so. Nach dem Spiel haben wir uns dann mit Ingmar im Kellergeschoss der Arena zur After-Game-Party getroffen. Hier gab es noch ein lecker Bierchen, Disconebel und als musikalischen Höhepunkt Viva Colonia von den Höhnern. Und dann war da noch die Frau aus Hamburg, die mir erzählte, das sie ja eigentlich aus Köln sei und Haie Fan ist. Und sie ihrem Mann gesagt habe, er möge diese Nacht nicht auf sie warten - es könne spät werden. Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ......hat die mir ins Ohr gesäuselt. Iris hat mich dann aber wie jeden Abend  abgeschleppt und die hübsche Hamburgerin ging mir durch die Lappen. Die anderen meinten übrigens, sie sei nur deswegen so hübsch gewesen, weil mir das Bier so gut geschmeckt hatte.........

Der Mittwoch:

Um 8.30h gab es Frühstück und irgendwann waren dann auch Gabi und Hartmut da. Nachdem wir uns  gestärkt waren haben wir das Handgepäck an der Rezeption abgegeben und wieder ging es mit dem Bus in Richtung Innenstadt. Wir haben uns dann aufgrund der kurzen Nacht dafür entschieden unsere Gelenke ein wenig zu schonen und den Körper nicht zu überanstrengen. Also haben wir zunächst eine Stadtrundfahrt mit dem Bus gemacht. Das Villenviertel der Außenalster. die Prachtboulevards, der Hamburger Michel, die Reeperbahn und die Landungsbrücken waren nur einige interessante Punkte der Stadt.

Von den Landungsbrücken aus haben wir dann eine große Hafenrundfahrt mit typischen Hamburger Schmuddelwetter gemacht. Es war nasskalt und windig - aber wir natürlich richtig angezogen, so das uns das Wetter die gute Laune nicht vermiesen konnte. Trotzdem war es schade, denn mit Fotografieren war nicht so viel bei diesem Wetter. Folglich werden wir wohl noch einmal im Sommer kommen müssen. Die Hafenrundfahrt war für uns Landmenschen richtig interessant. Besonders die Speicherstadt und die großen Schiffsdocks waren schon sehr imposant. Irgendwie hatten wir uns das alles nicht so groß vorgestellt. Interessant waren all die Geschichten um den Bau  der Schiffe, das Beladen der Containerschiffe und die Informationen, die wir über die Speicherstadt bekommen haben. So hätten wir uns noch gerne das Gewürzmuseum angeschaut, aber hierfür fehlte uns diesmal leider die Zeit.

Nachdem wir so richtig schön durchgefroren waren haben wir das Schiff dann verlassen und sind noch einmal mit dem Bus zurück ins Zentrum gefahren. Hier haben wir uns noch einen weiteren Weihnachtsmarkt angetan und noch schnell eine Stärkung in Form von Glühwein und Fischbrötchen eingeworfen. Von hier aus ging es dann zurück zum Hotel und gegen 18.00h zum Hamburger Flughafen. Unsere Maschine in Richtung Köln hob pünktlich ab, so das wir am späten Abend müde aber um die Erlebnisse in einer schönen Stadt reicher ins Bett gefallen sind.

Das  Fazit dieser Tour: Hamburg hat sich auch bei schlechtem Wetter im November gelohnt - aber um diese Stadt besser kennenzulernen benötigt man mehr als 36 Stunden. 3-4 komplette Tage sollten es schon sein und auf jeden Fall gehört dann auch ein Reeperbahnbummel und der Besuch auf dem Hamburger Fischmarkt dazu. Besagter Fischmarkt ist nämlich nur am Wochenende und den haben wir leider nicht erleben können. So schauen wir erwartungsfroh ins Jahr 2005 und werden wieder kommen. Und auf diesem Wege noch einmal einen herzlichen Dank an unseren Hamburger Jung Ingmar. Schade, das wir bei dieser Tour nicht soviel Zeit miteinander verbringen konnte. Mit ihm an der Seite hätten wir sicherlich auch die schönen und versteckten Stellen von Hamburg kennengelernt. Also auf ein Neues im Sommer 2005.  Bilder hat es natürlich auch gegeben, aber aufgrund der schlechten Witterung müssen die Bilder erst einmal durch die diversen Bildbearbeitungsprogramme von Iris.

Und hier gibt es Informationen Rund um den Flug mit HLX und über das Holiday Inn Hamburg auf der Kieler Strasse.