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Das Evason Phuket Resort
Nachdem wir in den vergangen beiden Jahren das Evason Hua Hin besucht hatten war es langsam Zeit für einen Urlaubstapetenwechsel um eine andere Region von Thailand kennenzulernen. Da wir in Bezug auf den Komfort keine Abstriche machen wollten, hatten wir uns dazu entschlossen ein anderes Resort der Evason Kette, das Evason Phuket zu besuchen.
1. Lage, Gebäude
Das Evason Phuket befindet sich im südlichen Teil der Insel, am Rawai Beach. Vom Flughafen Phuket aus ist es eine Fahrstunde mit dem Auto. In der näheren Umgebung des Hotels befinden sich mehrere örtliche Lokale und Einkaufsmöglichkeiten. Zum Ballermann von Phuket, nämlich dem Ort Patong, sind es knapp 35 Autominuten und in die Hauptstadt der Insel ( Phuket) ca. 25 Minuten.
Das Hotel befindet sich in einem 25 Hektar großen tropischen Garten. Das Hotel befindet sich in Hanglage und ist für gehbehinderte Menschen nicht unbedingt geeignet. Es gibt zwar einen gut organisierten Shuttleverkehr durch die Anlage und einige Gebäude verfügen auch über Aufzüge, aber ohne Treppensteigen geht es nicht. Sei es man möchte in eines der vielen Restaurants oder aber zu einem der Pools.
2. Die Hotelklassifikation
Laut Meiers Weltreisen wird das Hotel mit fünf Sternen eingestuft und diese Einschätzung ist mehr als gerechtfertigt. In dem Hotel fehlt es einem an nichts und offene Wünsche werden stets zur Zufriedenheit der Gäste gelöst. Das Hotel verfügt über den typischen sogenannten Evason Standard, der in allen Häusern zu finden sein soll.
3. Die Zimmer
Wir hatten von Deutschland aus die einfachste Zimmervariante, das Evason Zimmer gewählt, haben dann aber vor Ort bei unserer Ankunft ein kostenfreies Upgrade auf ein Evason Studio Zimmer erhalten.
Das Zimmer ist 40 qm groß und verfügt über einen großen Balkon mit direkten Ausblick auf das Meer. Betritt man das Zimmer, so befindet sich direkt auf der linken Seite der Kleiderschrank. Hier ist auch der Wasserkocher für kostenlosen Tee / Kaffee zu finden, ein Safe, der übliche Regenschirm sowie eine große Taschenlampe falls dann doch mal der Strom ausfallen sollte oder eine Wanderung bei Nacht ansteht.
Dann verfügt das Zimmer über eine gut sortierte Minibar, die keine Wünsche offen ließ. Softdrinks (60 Bath), Bier ( 90 Bath), ½ Liter Wein ( 1100 Bath), Scotch Whiskey ( 500 Bath), Mekong Whiskey (200 Bath) so wie Gin und Wodka für je 400 Bath. Außerdem gab es noch die kleine Dose Pringels zu 40 Bath.
Der Fernseher steht praktischerweise direkt über der Minibar und verfügt über diverse heimische und ausländische Sender. Für den deutschen Urlauber gibt es Deutsche Welle TV, welches im Stundenrhythmus in deutscher bzw.. englischer Sprache Nachrichten, Politik und Kultur sendet. Auf Wunsch kann man auch einen Video-CD Player oder einen DVD Player bekommen, natürlich kostenfrei.
Im Mittelpunkt des Raumes steht ein riesiges King Size Bett, welches bei Bedarf am Abend durch ein Moskitonetz umgeben wird. Die Matratze ist bequem und nicht durchgelegen. Vier Kopfkissen laden zu angenehmen Träumen und wohl fühlen ein.
Gegenüber vom Bett befindet sich ein sogenanntes Tagesbett, welches wir aufgrund des etwas zu kleinen Kleiderschrankes als Ablagefläche genutzt haben. Direkt daneben ein Schreibtisch mit einer Tischlampe. Telefon und Klimaanlage sind natürlich auch vorhanden.
Das Badezimmer ist in zwei Räume unterteilt und vom Schlafraum durch eine gläserne Schiebetür getrennt. Im ersten Raum befindet sich die Toilette, sowie das Waschbecken, welches aus einer großen polierten Messingschüssel besteht. Hier findet man auch einen Haartrockner, eine nach Lemongrass duftende Body Lotion, Zahnbürsten, einen großen Spiegel sowie herrlich duftende Seife.
Im nächsten Raum befindet sich dann das Bad, welches aus einer Badewanne ( Badesalz steht daneben und wird täglich nachgefüllt) und einer Dusche besteht. Hier findet man auch das Duschgel und das Haarshampoo, welches in den typischen Evasonflaschen abgefüllt ist.
Der Balkon mit Meerblick verfügt über zwei Stühle und einem runden Tisch, sowie einer Außenbeleuchtung. Genutzt haben wir den Balkon allerdings nur, um mal eine Badehose oder den Bikini aufzuhängen.
Soweit zu unserem Zimmer, welches 122 Mal zur Verfügung steht. Darüber hinaus gab es noch weitere Alternativen, die von der räumlichen Ausstattung im Prinzip identisch sind, sich aber in der Größe und vom Komfort unterscheiden.
Das Hotel verfügt außerdem über 35 Zimmer mit 35 qm, 91 Deluxe Zimmer zwischen 50-69 qm, 7 Junior Suiten mit bis zu 75 qm, 10 Duplex Suiten, wo sich die Wohnfläche von 110 qm auf zwei Ebenen verteilt ( leider aber keinen direkten Meerblick), 7 Poolvillen mit ebenfalls 110 qm Wohnfläche ( hier hat zu unserer Zeit für 4 Tage die Prinzessin von Thailand gewohnt) und es gibt eine Honeymooner Suite, die sich auf der hoteleigenen Insel Ko Bon befindet. Leider hatten wir keine Gelegenheit einen Blick in diese Räumlichkeiten zu werfen. Kostenpunkt pro Nacht 10.000 Bath. Für Hochzeitsreisende eine lohnenswerte Investition und mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis.
4. Der Service
Der Service war genau so wie wir ihn erwartet haben und auch schon in Hua Hin kennen gelernt hatten. Aufmerksam, freundlich und herzlich, aber nie übertrieben. So wie es in Thailand fast immer ist.
Bei der Ankunft wurden wir direkt zur Rezeption begleitet und es gab zunächst einmal ein Erfrischungsgetränk sowie feuchte Tücher, die nach Lemon dufteten. Schnell war das entsprechende Zimmer für uns gefunden und man brachte uns und das Gepäck zum Zimmer. Auf eine angebotene Erläuterung der technischen Geräte haben wir verzichtet, da uns im Prinzip alles bekannt gewesen ist. Nach wenigen Minuten klopfte es an der Tür und es gab eine Schale mit frischem Obst sowie eine Flasche Champagner. So konnte es weitergehen. Da wir nach dem langen Flug etwas müde waren haben wir uns dazu entschlossen, den Roomservice zu bemühen und uns etwas auf das Zimmer bringen zu lassen. Wir haben uns für eine einfache Pizza, einen Red Snapper mit Reis und Salat, sowie einen leichten Salat entschieden. Das Essen wurde nach 20 Minuten angeliefert und schmeckte ausgezeichnet . Der Preis lag bei knapp 1300 Bath. Qualität und Geschmack ausgezeichnet.
Der Zimmerservice war ganz auf die Wünsche des Gastes ausgelegt. An der Außentür musste man nur beim Verlassen des Raumes eine Klappe umdrehen ( geschlossene Augen für bitte nicht stören ) und in geöffnete Augen für Come in verwandeln. Der Roomservice hat jeden Tag auf Wunsch die Handtücher gewechselt, Badesalz, Bodylotion und Seife nachgefüllt und das Bett neu bezogen. Hierfür gab es eine einfache Regelung: Im Zimmer lag eine Messingpalme und wenn man diese auf das Bett gelegt hatte, dann wurde das Bettzeug nicht gewechselt. Darüber hinaus meinte unser Zimmermädchen , sie müsse die am Abend von mir in der Badewanne eingeweichten Hemden am nächsten Morgen auf dem Balkon aufhängen und diese ggf auch noch zu falten, wenn sie trocken sind. Auf Wunsch gab es auch eine Personenwaage, die Bangkok Post und am Abend wurde das Bett aufgedeckt und das Moskitonetz heruntergelassen. Das Zimmermädchen versorgte einen übrigens auch mit der wöchentlichen Hauszeitung ( allerdings nur 2 Seiten) , wo es Informationen rund um das Hotel und zu Veranstaltungen gab.
Zum Frühstück ging es dann in der Regel irgendwann zwischen 6.00 – 11.00 Uhr. Hier wurde man am Eingang in Empfang genommen und persönlich zu einem Tisch geleitet. Schon nach wenigen Tagen wurde man persönlich angesprochen. Die Bedienungen waren stets flink und aufmerksam und haben dafür gesorgt, das der Tag gut beginnen konnte. Gefehlt hat es einem an nichts. Ach ja, und das Zimmer konnten wir am Abreisetag bis 17.00h ohne Probleme behalten.
5. Swimmingpool, Ko Bon, Aktivitäten und Ausflüge
5.1. Die Swimmingpools
Das Hotel verfügt über drei wunderschöne Badebereiche. Den schönsten Ausblick hat man sicherlich am Infinitypool mit direktem Ausblick auf das Meer. Darüber hinaus gibt es den Gardenpool mit der günstigsten Sonnenlage und den Familypool. Bei allen Pools gab es kostenlose Handtücher und eine Bar. Täglich gab es hier für die Gäste kostenlos frisches Obst und hausgemachtes Eis. Die Portionen waren klein, aber es war eine angenehme Erfrischung. Außerdem gab es gegen Mittag immer die schon bekannten Erfrischungstücher.
Der Familypool verfügte außerdem über eine kleine Wasserrutsche für die Kinder und war in direkter Nähe zum Just Kids Club. Hier konnte man die lieben Kinder abgeben und diese wurden dann den ganzen Tag versorgt. Es gab Batik Malen, Schnorchelstunden und Bastelstunden.
5.2 Ko Bon
Wer möchte nicht einmal Robinson spielen ?? Das Hotel verfügt über eine eigene traumhafte Insel. Im 30 Minuten Abstand werden die Gäste mit Longtailbooten kostenfrei zur Insel gebracht. Kaum aus dem Boot ausgestiegen gibt es ein Erfrischungstuch und Handtücher. Und dann sucht man sich eine der vielen Liegen aus. Sonnenschirme inklusive.
Auf der Insel selber kann man Volleyball , Boccia oder Dart spielen, Surfen, Kajak fahren oder einfach nur Schnorcheln. Masken und Flossen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Toiletten und Duschen stehen natürlich auch zur Verfügung und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Essen kann man im a la Carte oder aber vom BBQ Buffet. Softdrinks und Longdrinks werden schnell und kühl serviert.
5.3. Fitness
Wer möchte kann sich unter fachweiblicher Leitung in der Zeit von 8.00 – 9.00 tim Fitnesscenter frisch machen lassen. Darüber hinaus gab es Aerobickurse, Tennis, Einführungskurse im Thaiboxen. Alles kostenfrei.
Darüber hinaus waren aber auch Radtouren in die Umgebung möglich, aber wer fährt schon freiwillig bei 35 Grad im Schatten Rad und das bei einer Luftfeuchtigkeit von über 80% ?? Ich auf jeden Fall in diesem Jahr nicht
5.4. Ausflüge
Ausflüge wurden natürlich auch Angeboten , die allerdings musste man logischerweise bezahlen. Meist wurden diese mit dem hoteleigenen Speedboot durchgeführt. Beliebte Ausflugsziele waren Ko Phi Phi und Krabi. Die Tagestour kostete p.P. meist um die 3000 Bath. Mittagessen, Schnorchelausrüstung. Handtücher und Softdrinks inklusive.
6. Essen und Trinken
Wie fast überall in Thailand werden die Hotels mit Übernachtung und Frühstück angeboten. Das Hotel verfügt für den Abend über verschiedene Restaurants, wo man entweder a la carte oder aber sich das Buffet gönnen kann. Die Restaurants haben wir am Abend nie ausprobiert ( die Preise waren aber angemessen und das Essen war nach Aussage anderer Gäste immer von hoher Qualität. Meine nachfolgenden Erfahrungen beziehen sich nur auf das Frühstück und auf zwei Besuche im Restaurant Into the View sowie die Happy Hour im Into the Beach.
6.1. Das Frühstück
Kaffee und Tee, eine italienische Kaffeemaschine, Milch, 16 verschiedene frische Säfte und für den müden Kreislauf prickelnden kalten Sekt. Des weiteren 8 verschiedene Marmeladensorten, verschiedne Brotsorten, Teilchen, Hörnchen, eine Toaststation, eine Salatbar, Käse und Wurst, diverse verschiedene Müslisorten und eingelegte Früchte. Des weiteren die klassischen englischen Bohnen und Bacon, sowie Würstchen. Für die Freunde der asiatischen Küche gab es unter anderem Reissuppe, Reis, warme täglich wechselnde Gerichte über süß-sauer bis hin zu Currys. Und im Hintergrund gibt es Klaviermusik mit Liedern von Elton John, den Beatles etc.. Natürlich nicht vom Band, sondern live gespielt.
Meine Favoriten waren :
Die Obststation, hier gab es immer reichlich frische Früchte wie Melonen, Ananas, Papaya, Pampelmusen, Lychees, Äpfel, Trauben und Bananen. Was für eine delikate Auswahl an Genüssen.
Die Omelettestation, hier gab es immer frisch zubereitete Omeletts mit wechselnden Füllungen sowie frische Spiegeleier oder Rührei.
Die Pfannkuchenstation, leckere kleine Pfannkuchen mit diversen Obstfüllungen, wie z.B. Mango oder Ananas. Die Nudelsuppenstation, mein morgendlicher Höhepunkt für die Geschmacksnerven. Frisch zubereitete thailändische Nudelsuppe, wahlweise mit Huhn oder Schweinefleisch. Und dazu immer ein guter Löffel getrocknete oder frische Chillis. Da kommt der Kreislauf in Schwung. Die Köchin dort hätte ich gerne mitgenommen für das tägliche Frühstück in Deutschland.
6.2. Into the View
In diesem Restaurant gab es jeden Abend ein anderes Buffet. . Asiatisch, Thai, Italienisch, International, Tex Mex BBQ, Tropical und Seafood wechselten im Wochenrhythmus. Wir haben sowohl das Thai-Buffet als auch das Seafood Buffet probiert und waren beide Male begeistert. All die Leckereien aufzuzählen wäre einfach zu umfangreich, aber es gab immer diverse Salate, eine Suppe, Hauptspeisen und Nachspeisen. Ich behaupte von mir ein guter Esser zu sein, aber ich habe es nie geschafft auch nur die Hälfte der Speisen zu probieren. Und wenn ich weiter schreibe, dann bekomme ich Hunger und wenn ich Hunger habe, dann werde ich schnell unleidlich und das wird dieser Bericht nicht fertig...... also weiter. .ach ja, der Preis: Für alle Buffets lag der Preis bei stolzen 1000 Bath ( inkl. Steuer und Service Charge), aber das war es an speziellen Abenden auch wert.
6.3. Into the Beach
Das Beachrestaurant, Lage fast direkt am Meer. Hier haben wir unsere Happy Hour am Abend eingeplant gehabt und direkt am 2. Abend ausprobiert. Leider haben wir die Erfahrung gemacht, das der Begriff Happy Hour hier ein wenig anders abläuft. Nachdem man ein Getränk bestellt hat , hat der Kellner irgendwann eine Münze geworfen und man musste sich vorher für Kopf oder Zahl entscheiden. Lag man richtig, gab es das Getränk für lau, sonst wurde bezahlt. Leider war uns das System nicht bekannt gewesen und wir haben es für einen Scherz gehalten. Am nächsten Abend haben wir dann im Rahmen der Happy Hour 4 Gin Tonic und 4 Longdrinks gehabt ( wir waren aber auch zu 4 Personen) und der Kellner hatte keine Lust das Münzspiel zu machen. Er verschwand nämlich recht schnell. So war es ein etwas teurer Abend und die letzte Happy Hour. So kann es auch gehen.
7. Internetseite:
www.sixsenses.com/evason-phuket/
8. Übernachtungspreise
Von Deutschland aus konnte man nur die Kategorien Evason Zimmer ( € 39 pro .Person ), Evason Studio ( € 50) und Deluxe ( € 64) buchen, andere Angebote online über das Hotel. Aufgrund diverser Frühbuchernachlässe und Spartipps kamen wir auf knapp € 550 für 22 Übernachtungen
9. Fazit:
Wir haben 22 wunderschöne Tage im Evason verbracht und es hat uns an nichts gefehlt. Der Service und die Qualität waren einem 5-Sterne Hotel entsprechend und wir haben es bedauert, nach drei Wochen wieder abreisen zu müssen. An unserem letzten Abend, einem Freitag, gab es wie an jedem Freitag einen sogenannten Managerempfang, wo das Management sich den Gästen zur Verfügung gestellt hat. Hier gab uns der Manager folgendes mit auf den Weg: Wenn ihr wieder zu Hause seid, dann denkt einfach nur daran, das es nur noch 11 Monate bis zum nächsten Urlaub im Evason sind. Elf Monate, die wir nun mit Hilfe eines deutschen Sommers ( brrr) , Weihnachten und Karneval zu überbrücken zu versuchen..... Ein Besuch im Evason können wir nur empfehlen.
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