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Der 1. Tag
Der Sonntag stand unter dem Motto “ Soweit die Füsse tragen ” und wir waren natürlich kameratechnisch gut ausgestattet. So wagten wir uns in die Mittagshitze von Bologna und haben zunächst einmal das Tourist Office von Bologna gesucht. Glücklicherweise war die Touristeninformation im Zentrum der Stadt, so das wir uns dort mit Kartenmaterial und einem deutschsprachigen Reiseführer ausstatten konnten. Das Tourist Office liegt im Herzen der Stadt, am bekannten Piazza Maggiore. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Palazzo Comunale sowie Piazza del Nettuno. Von dort aus haben wir angefangen, die unzähligen langen Laubengänge abzugehen, vorbei an unzähligen Geschäften und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Leider waren an diesem Tag, es war wie erwähnt ein Sonntag, die kleinen Lebensmittelgeschäfte alle geschlossen und es gab keine Möglichkeit einfach nur ein wenig Wurst und Käse einzukaufen, um sich dann in den Schatten zu setzen, um ein wenig zu futtern. Und da die Restaurants alle geschlossen waren, sind wir dann bei Mc Donald gelandet, um dort wenigstens etwas Flüssigkeit aufzunehmen. Die Sonne brannte inzwischen doch recht stark. Nach einer kurzen Erfrischung bummelten wir dann noch ein wenig durch die Stadt und haben uns einen Überblick für den nächsten Tag gemacht. Dann wollten wir Bologna zu Fuss ausgiebig erkunden. Wir haben uns zu diesem Zwecke noch einmal zum Piazza Maggiore begeben und dem Treiben dort zugeschaut. Scheinbar war für den Abend ein großes Konzert geplant, denn auf der einen Kopfseite des Platzes war eine große Bühne aufgebaut und der Platz war reichlich bestuhlt.
Während wir dann am Piazza Maggiore auf den Treppen der Basilica di San Petronio sassen bekam ich Lust auf ein Eis und habe mich bei Iris kurz abgemeldet. Also lostraben und eine Eisdiele suchen, was in Italien auch nicht so wirklich schwer ist. Ich fand dann auch recht schnell eine Eisdiele und war nach spätestens 10 Minuten wieder zurück. Iris sass auf der Treppe, vertieft in ihren Reiseführer und von hinten kam auch schon der erste italienische Paggagallo angekrochen. Paggagallo heisst streng übersetz Papagei, aber in Italien sind die Pappagalos die italienischen Männer, die in Rimini oder anderswo den Frauen hinterher rennen und diese anmachen. Tja, ich hatte aber leider nur zwei Eis mitgebracht. Cia bello . Das war ja wie in Rimini am Strand hier . Herrlich !!!
Wir haben uns nach dem Eis dann entschlossen, zurück zum Hotel zu fahren um uns frisch zu machen. Für den Abend hatte ich im Reiseführer ein schönes gemütliches Lokal ausgemacht. Anschließend wollten wir dann zurück zum Piazza Maggiore, um uns das Konzert anzuhören.......
Wir sind dann zurück zum Hotel und mussten erst einmal feststellen, das der letzte Linienbus zum Hotel um 21.00 ging. Zurück müssten wir also ein Taxi nehmen. Nachdem wir ausgiebig geduscht hatten, ging es dann zurück nach Bologna. Mit einem Stadtplan ausgerüstet haben wir uns dann auf die Suche nach dem Lokal gemacht. Nach gut einer 3/4 Stunden hatten wir es dann gefunden und es hatte geschlossen. Betriebsferien waren angesagt. Wir haben uns dann noch ein weiteres Lokal angeschaut, aber das konnte uns leider nicht begeistern. Wer kennt nicht das Problem, wenn man in einer fremden Stadt ist und sich nicht auf eine Alternative eingestellt hat. In Anbetracht der etwas blöden Situation haben wir uns entschieden mit dem Bus zurückzufahren und erinnerten uns an eine Pizzaraia an der Hauptstrasse, die ungefähr 2 km vom Hotel entfernt gewesen ist. Dort sollten nach Auskunft des Hotels in der Regel nur Einheimische hingehen. Also genau das richtige für einen schönen Abend mit leckeren Essen.
Wir sind dort dann mehr oder weniger hungrig angekommen und haben ein recht leeres Lokal betreten. Klar, die Italiener essen meist später am Abend. Die Preise haben mich doch zu meiner Überraschung sehr an Köln erinnert und etwas verwundert. Zugegeben, die Urlaube an der Adria waren nun auch schon einige Jahre her, aber ich hatte irgendwie noch andere Preise im Kopf. Aber egal. Wir haben uns zunächst einen Liter Hauswein und eine Flasche Wasser bestellt. Irgendwann hatten wir uns für Salat als Hauptspeise und zwei Pizzen bestellt. Die waren einfach nur klasse und lecker. Da merkt man doch den Unterschied zwischen einer Pizza in Deutschland und in Italien. Am späten Abend sind wir dann zurück zum Hotel und sind hundemüde eingeschlafen. Der 2.Tag konnte kommen.
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